Absinth: Was du wirklich über den „Grünen Feen“ wissen solltest
Absinth hat eine wilde Vergangenheit, aber heute ist er meist einfach ein starker Kräuterschnaps. Er riecht nach Wermut, Anis und Fenchel und hat oft 45–75% Alkohol. Viele Mythen ranken um Halluzinationen oder „toxische“ Effekte. Fakt ist: die akuten Effekte kommen vom hohen Alkoholgehalt, nicht von magischen Substanzen.
Was ist Absinth und wie wird er zubereitet?
Absinth wird aus Wermut (Artemisia absinthium), Anis, Fenchel und weiteren Kräutern destilliert. Traditionell gießt man kaltes Wasser über einen Zuckerwürfel auf einem Absinthe-Löffel, sodass der Drink milchig-trüb („louche“) wird. Diese Zubereitung mildert den Alkoholgeschmack und löst ätherische Öle.
Praktisch: Nutze kleine Gläser und dünne Wasserzugabe. Bei 60% Vol. reichen 10–20 ml, um einen Drink zu haben, der schmeckt ohne gleich betrunken zu machen.
Wirkung, Risiken und Sicherheit
Die Wirkung ist vor allem alkoholbedingt: Entspannung, Sprechfreude oder bei zu viel Konsum Übelkeit und Koordinationsstörungen. Der oft diskutierte Inhaltsstoff Thujon ist in modernen Absinthen gesetzlich begrenzt und verursacht normalerweise keine Halluzinationen. Trotzdem gilt: hoher Alkoholgehalt = erhöhtes Unfall- und Gesundheitsrisiko.
Tipps für sicheren Genuss:
- Trinke langsam und mit Essen. Alkohol auf nüchternen Magen wirkt stärker.
- Fahr nicht und bediene keine Maschinen.
- Achte auf Wechselwirkungen: Absinth mit Schlafmitteln, starken Schmerzmitteln oder bestimmten Antidepressiva kann gefährlich sein.
Wenn du Medikamente nimmst, frag deine Ärztin oder deinen Arzt. Manche Kombinationen verstärken Nebenwirkungen oder dämpfen die Atmung.
Absinth ist in Deutschland legal, solange Grenzwerte für Thujon eingehalten werden. Kaufe Produkte von seriösen Herstellern, die ihre Inhaltsstoffe offenlegen.
Absinth und CBD — passt das zusammen?
Viele fragen, ob Absinth und CBD kombiniert werden können. Kurz: zwar möglich, aber mit Vorsicht. CBD hat eine beruhigende Wirkung für manche Menschen. Zusammen mit Alkohol kann die dämpfende Wirkung stärker werden. Das heißt: du wirst schneller schläfrig und deine Reaktionsfähigkeit sinkt.
Praktische Empfehlung: Wenn du CBD und Absinth kombinieren willst, nimm deutlich weniger von beidem als üblich. Teste zuerst zuhause in niedriger Dosis. Vermeide die Kombination, wenn du Medikamente nimmst oder auf die Wirkung nicht vorbereitet sein willst.
Fazit ohne Floskeln: Absinth ist ein starkes Getränk mit interessanter Kulturgeschichte. Genieße ihn bewusst, dosiert und informiere dich über Wechselwirkungen — besonders wenn du CBD oder Medikamente nutzt.