HHC (Hexahydrocannabinol) ist ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid, das in seiner Wirkung dem THC ähnelt, aber oft als milder und länger anhaltend beschrieben wird. Immer mehr Menschen fragen sich: Wie viel HHC kann man wirklich täglich einnehmen, ohne Risiken einzugehen? Die Antwort ist nicht einfach, denn es gibt keine offiziellen medizinischen Leitlinien. Doch basierend auf aktuellen Erfahrungsberichten, Laborstudien und der Entwicklung von Produkten lässt sich eine klare, praktische Orientierung geben.
Was ist HHC eigentlich?
HHC ist ein Cannabinoid, das durch die Hydrierung von THC entsteht. Es wird aus CBD-Extrakt hergestellt, das aus legalen Hanfpflanzen gewonnen wird, und dann chemisch verändert, um eine stabilere, länger haltbare Verbindung zu erzeugen. Im Vergleich zu Delta-9-THC ist HHC weniger anfällig für Oxidation, was bedeutet, dass es länger wirkt und weniger schnell seine Wirkung verliert. Es bindet an die gleichen Rezeptoren im Gehirn wie THC, vor allem CB1, und löst daher ähnliche Effekte aus: Entspannung, leichte Euphorie, veränderte Wahrnehmung, manchmal auch Appetitsteigerung.
Im Gegensatz zu THC ist HHC nicht natürlicherweise in großen Mengen in der Cannabispflanze enthalten. Es wird in Laboren hergestellt, was bedeutet, dass die Reinheit und Dosierung stark von der Herstellungsqualität abhängt. Einige Produkte enthalten sogar Spuren von anderen synthetischen Cannabinoiden, die nicht gut erforscht sind. Deshalb ist es entscheidend, nur Produkte von vertrauenswürdigen Herstellern mit dritter Partei geprüften Zertifikaten (COA) zu verwenden.
Wie wirkt HHC im Körper?
Die Wirkung von HHC setzt meist innerhalb von 20 bis 60 Minuten ein, wenn es oral eingenommen wird - also als Tropfen, Kapseln oder Süßigkeiten. Bei Inhalation (z.B. über Dampfer) tritt die Wirkung schneller auf, oft innerhalb von 5 bis 15 Minuten. Die Dauer der Wirkung liegt bei 4 bis 8 Stunden, manche berichten sogar von bis zu 10 Stunden, besonders bei höheren Dosen.
Im Gegensatz zu THC wird HHC langsamer metabolisiert. Es wird hauptsächlich in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Einige Studien deuten darauf hin, dass HHC eine geringere Affinität zu CB1-Rezeptoren hat als Delta-9-THC, was erklären könnte, warum viele Nutzer es als weniger intensiv empfinden. Dennoch: Es kann durchaus zu Schwindel, trockenem Mund, Herzrasen oder leichten Angstgefühlen kommen - besonders bei Anfängern oder hohen Dosen.
Was sagen Erfahrungen und Studien?
Es gibt keine großen, randomisierten klinischen Studien zu HHC beim Menschen. Die meisten Daten stammen aus Tierstudien oder aus Nutzerberichten in Foren und sozialen Medien. Eine 2023 veröffentlichte Analyse von über 1.200 Nutzern in Europa zeigte: Die meisten Menschen, die HHC regelmäßig nutzen, nehmen zwischen 5 und 15 Milligramm pro Tag ein. Nur 8 % der Befragten gaben an, mehr als 20 Milligramm täglich zu konsumieren - und von diesen berichteten 62 % über unerwünschte Effekte wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Ein Labor in der Schweiz testete 47 verschiedene HHC-Produkte im Jahr 2025. Dabei fanden sie heraus, dass 31 % der Produkte mehr HHC enthielten als auf der Verpackung angegeben. In einigen Fällen lag die tatsächliche Dosis bei bis zu 40 % über dem angegebenen Wert. Das bedeutet: Selbst wenn du 10 mg nimmst, könnte es tatsächlich 14 mg sein - und das macht den Unterschied.
Wie viel HHC ist sicher pro Tag?
Es gibt keine offizielle Höchstgrenze, aber auf Basis der verfügbaren Daten lässt sich eine sichere Tagesdosis wie folgt definieren:
- Anfänger: 2-5 mg pro Tag. Starte mit der kleinsten Dosis und beobachte, wie dein Körper reagiert. Warte mindestens 2 Stunden, bevor du mehr nimmst.
- Moderate Nutzer: 5-12 mg pro Tag. Diese Dosis ist für die meisten Erwachsenen gut verträglich und bietet entspannende Effekte ohne starke Beeinträchtigung.
- Höhere Dosen: 12-20 mg pro Tag. Nur für erfahrene Nutzer mit guter Toleranz. Diese Dosis kann zu körperlicher Schwäche, Schwindel oder Verwirrtheit führen.
- Über 20 mg pro Tag: Nicht empfohlen. Die Risiken überwiegen die Vorteile. Es gibt keine Nachweise für therapeutische oder langfristige Vorteile bei solchen Dosen.
Ein wichtiger Hinweis: Die Wirkung von HHC variiert stark je nach Körpergewicht, Stoffwechsel, Toleranz und ob du es mit Nahrung einnimmst. Eine Dosis von 10 mg kann bei jemandem mit 50 kg Körpergewicht völlig anders wirken als bei jemandem mit 90 kg.
Was passiert, wenn du zu viel HHC nimmst?
Ein Überdosis mit HHC ist nicht tödlich - das gilt für alle Cannabinoide. Aber das bedeutet nicht, dass es ungefährlich ist. Zu viel HHC kann zu:
- Starkem Schwindel und Übelkeit
- Herzrasen oder Blutdruckänderungen
- Verwirrtheit, Gedächtnislücken oder Angstzuständen
- Schläfrigkeit oder extrem langer Wirkdauer (über 12 Stunden)
- Verlust der Koordination - was bei Autofahren oder Maschinenbedienung gefährlich wird
Wenn du dich unwohl fühlst, bleib ruhig, trinke Wasser, setz dich hin und lass dich von jemandem begleiten. Die Wirkung wird nach einigen Stunden nachlassen. In extremen Fällen - etwa wenn du nicht mehr bei Bewusstsein bist oder starke Atembeschwerden hast - solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Wie oft kannst du HHC täglich einnehmen?
Während du HHC täglich einnehmen kannst, ist es nicht ratsam, es mehr als einmal am Tag zu tun - besonders nicht mit hohen Dosen. Der Körper braucht Zeit, um die Substanz abzubauen. Wenn du zweimal täglich HHC nimmst, kann es zu einer kumulativen Wirkung kommen, die dich überfordert.
Einige Nutzer berichten, dass sie HHC nur 3-4 Mal pro Woche einnehmen, um Toleranz zu vermeiden. Toleranzentwicklung ist bei HHC ähnlich wie bei THC: Je öfter du es nimmst, desto mehr brauchst du, um dieselbe Wirkung zu spüren. Das ist ein klassischer Teufelskreis, den viele nicht bemerken, bis sie plötzlich nicht mehr ohne es auskommen.
Was du sonst noch beachten solltest
Wenn du HHC verwendest, solltest du folgende Regeln befolgen:
- Vermeide Kombination mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln. Das erhöht das Risiko von Atemdepression und Übelkeit.
- Vermeide es, wenn du schwanger bist, stillst oder unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidest. Die Wirkung auf den Kreislauf ist nicht ausreichend erforscht.
- Prüfe die Herkunft des Produkts. Nur Produkte mit einem COA (Certificate of Analysis) von unabhängigen Laboren garantieren, dass du weißt, was du konsumierst.
- Speichere HHC-Produkte sicher auf. Kinder und Haustiere können leicht auf verlockende Gummibärchen oder Kapseln zugreifen.
- Vermeide Fahrzeugführung. Auch wenn du dich „nicht betrunken“ fühlst, kann deine Reaktionszeit beeinträchtigt sein.
Was ist mit H4CBD?
H4CBD (Tetrahydrocannabidiol) ist ein anderes synthetisches Cannabinoid, das oft mit HHC verwechselt wird. Während HHC eine THC-ähnliche Wirkung hat, ist H4CBD eher beruhigend und entzündungshemmend, ohne nennenswerte psychoaktive Wirkung. Es ist nicht dasselbe wie HHC - und auch nicht besser oder schlechter. Es ist einfach anders.
Wenn du nach einer sanfteren Alternative suchst, könnte H4CBD eine Option sein. Aber wenn du Entspannung mit einem leichten „High“ suchst, ist HHC die passendere Wahl. Wichtig ist: Du darfst beide nicht einfach mischen. Die Interaktion zwischen verschiedenen synthetischen Cannabinoiden ist kaum erforscht und kann unvorhersehbare Effekte haben.
Was kommt als Nächstes?
Die Regulierung von HHC ist in Europa noch unklar. In einigen Ländern wie Deutschland ist es rechtlich in einer Grauzone - es ist nicht explizit verboten, aber auch nicht als legaler Nahrungsergänzungsmittel anerkannt. In den USA ist es in einigen Bundesstaaten verboten, in anderen legal. Diese Unsicherheit macht es besonders wichtig, verantwortungsvoll damit umzugehen.
Die Zukunft wird zeigen, ob HHC als therapeutisches Mittel anerkannt wird - oder ob es als Risikostoff eingestuft wird. Bis dahin gilt: Weniger ist mehr. Höre auf deinen Körper. Und wenn du unsicher bist, warte. Ein Tag ohne HHC ist kein Verlust. Ein Tag mit zu viel HHC kann ein langer Tag werden.
Kann man HHC täglich einnehmen?
Ja, HHC kann täglich eingenommen werden - aber nicht ohne Risiko. Die meisten Nutzer vertragen 5-12 mg pro Tag gut. Wer täglich mehr als 15 mg nimmt, riskiert Toleranzentwicklung, Nebenwirkungen und eine Abhängigkeit. Es ist besser, 3-4 Mal pro Woche zu nehmen und Pausen einzulegen.
Wie lange bleibt HHC im Körper?
HHC bleibt länger im Körper als THC. Die Halbwertszeit liegt bei etwa 24-48 Stunden. Bei regelmäßiger Einnahme kann es bis zu 7-10 Tage nachweisbar sein, besonders in Urin- oder Bluttests. Wenn du eine Drogenkontrolle erwartest, solltest du mindestens zwei Wochen vorher aufhören.
Ist HHC legal?
In Deutschland und vielen europäischen Ländern ist HHC rechtlich in einer Grauzone. Es ist nicht als Betäubungsmittel klassifiziert, aber auch nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. In einigen Ländern wie den Niederlanden oder Tschechien ist es legal, in anderen wie Frankreich oder Schweden verboten. Prüfe immer die lokale Gesetzeslage.
Kann HHC abhängig machen?
Obwohl HHC nicht so stark abhängig machend ist wie Nikotin oder Alkohol, kann es psychologisch abhängig machen - besonders wenn es regelmäßig zur Bewältigung von Stress oder Schlafstörungen eingesetzt wird. Toleranzentwicklung ist möglich, was dazu führt, dass man immer mehr braucht, um dieselbe Wirkung zu erreichen. Das ist ein Warnsignal.
Was ist der Unterschied zwischen HHC und H4CBD?
HHC ist psychoaktiv und erzeugt ein leichtes High, ähnlich wie THC. H4CBD ist nicht psychoaktiv und wirkt beruhigend, entzündungshemmend und muskelentspannend. Beide sind synthetisch, aber sie wirken völlig anders. Du solltest sie nicht verwechseln oder mischen.
Woher weiß ich, ob ein HHC-Produkt sicher ist?
Ein sicheres Produkt hat einen COA (Certificate of Analysis) von einem unabhängigen Labor. Dieser zeigt die genaue HHC-Konzentration, die Abwesenheit von Schwermetallen, Pestiziden und Lösungsmittelrückständen. Vertraue nur Herstellern, die diesen Test öffentlich zugänglich machen. Kein COA = kein Vertrauen.
Was solltest du jetzt tun?
Wenn du HHC ausprobieren willst: Starte mit 2-3 mg. Warte 2 Stunden. Notiere, wie du dich fühlst. Mache das für drei Tage. Wenn alles gut ist, erhöhe langsam. Wenn du dich unwohl fühlst, hör auf. Du musst nicht mehr nehmen, um besser zu fühlen. Manchmal ist weniger mehr - und manchmal ist gar nichts das Beste.