Welcher CBD-Anteil ist am besten bei Angst?

Welcher CBD-Anteil ist am besten bei Angst?

Wenn du unter Angst leidest, hast du vielleicht schon von CBD gehört. Es ist kein Wundermittel, aber viele Menschen berichten von einer spürbaren Beruhigung - besonders wenn sie die richtige Dosierung finden. Die große Frage bleibt: Welcher CBD-Anteil ist wirklich effektiv? Es gibt keine Einheitslösung. Die Antwort hängt von deinem Körper, deiner Empfindlichkeit und der Art der Angst ab. Aber wir klären, was du wirklich brauchst - ohne übertriebene Versprechen.

Was CBD bei Angst wirklich tut

CBD, oder Cannabidiol, ist ein natürlicher Wirkstoff aus der Hanfpflanze. Im Gegensatz zu THC verursacht es keine Rauschzustände. Stattdessen wirkt es auf das Endocannabinoid-System im Körper, das für Stimmung, Schlaf und Stressreaktionen zuständig ist. Studien zeigen, dass CBD die Aktivität der Amygdala reduzieren kann - das ist der Teil des Gehirns, der Angst auslöst. Eine Studie aus dem Jahr 2019, veröffentlicht im Journal of Clinical Psychology, fand bei 79 Probanden mit generalisierter Angststörung eine signifikante Reduktion der Symptome nach 30 Tagen täglicher CBD-Einnahme.

Doch das bedeutet nicht, dass jedes CBD-Produkt gleich wirkt. Die Wirkung hängt stark von der Konzentration ab. Ein Produkt mit 5 % CBD wirkt anders als eines mit 20 % oder 30 %. Und es gibt auch den Unterschied zwischen Vollspektrum, Breitband und Isolat - das beeinflusst, wie stark und wie schnell du die Wirkung spürst.

Wie viel CBD brauchst du wirklich?

Die meisten Anfänger starten mit 10-20 mg CBD pro Tag. Das entspricht etwa 1-2 Tropfen eines Öls mit 5 % Konzentration. Wenn du keine Wirkung spürst, steigerst du langsam - etwa alle 3-5 Tage um 5-10 mg. Viele Menschen finden ihre optimale Dosis zwischen 25 und 50 mg täglich. Einige, besonders bei starken Angstzuständen oder Panikattacken, nehmen bis zu 75 mg pro Tag ein - aber das sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt geschehen.

Es gibt keine Obergrenze, ab der CBD gefährlich wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte 2018 fest, dass CBD gut verträglich ist und kein Missbrauchspotenzial hat. Aber mehr ist nicht immer besser. Zu hohe Dosen können müde machen oder den Magen reizen. Es geht nicht um Maximaldosis, sondern um die niedrigste wirksame Dosis.

Die Rolle der Konzentration: 5 %, 10 %, 20 % - was passt?

Die Konzentration gibt an, wie viel CBD in einem Milliliter Öl enthalten ist. Ein 5 % CBD-Öl hat etwa 50 mg CBD pro ml. Ein 20 % Öl hat 200 mg pro ml. Hier ist eine einfache Orientierung:

  • 5 % CBD (50 mg/ml): Ideal für Anfänger. Du brauchst 2-4 Tropfen für 10-20 mg CBD. Leicht dosierbar, geringes Risiko von Nebenwirkungen.
  • 10 % CBD (100 mg/ml): Gute Mitte. Für Menschen, die eine höhere Wirkung brauchen, aber noch nicht mit starken Konzentrationen starten wollen. 1-2 Tropfen = 10-20 mg.
  • 20 % CBD (200 mg/ml): Für erfahrene Nutzer oder starke Symptome. 1 Tropfen = 20 mg CBD. Du brauchst weniger Tropfen, aber die Dosierung ist weniger flexibel.
  • 30 % CBD (300 mg/ml) und höher: Meist für medizinische Anwendungen. Nicht empfohlen ohne ärztliche Begleitung. Bei Angst eher überflüssig - die Wirkung steigt nicht linear mit der Konzentration.

Wenn du CBD-Kristalle verwendest - also reines, kristallines CBD - ist die Dosierung präziser, aber auch komplizierter. Du musst das Pulver selbst in Öl oder Trägerstoffe einrühren. Das ist nur sinnvoll, wenn du genau weißt, wie viel du brauchst. Für Anfänger ist flüssiges CBD mit messbarem Tropfer viel einfacher.

Gehirn mit CBD-Molekül, das die Angstregion beruhigt, in sanften Farben

Wie du die richtige Form findest

Nicht nur die Konzentration zählt - auch die Art der Einnahme macht einen Unterschied. Öle unter die Zunge geben (sublingual) wirkt innerhalb von 15-30 Minuten und hält 4-6 Stunden an. Kapseln brauchen 45-90 Minuten, wirken aber länger. Inhalation (Dampfen) wirkt sofort, aber nur kurz - nicht ideal für anhaltende Angst.

Wenn du morgens unter Ängsten leidest, ist ein Tropfen Öl vor dem Frühstück sinnvoll. Wenn du abends Panikattacken hast, probiere es vor dem Schlafengehen. Manche nehmen CBD zweimal täglich - morgens und abends - und berichten von stabilerer Stimmung.

Was du unbedingt vermeiden solltest

Erstens: Kaufe kein CBD ohne dritte-Partei-Prüfung. Es gibt zu viele Produkte mit falscher Kennzeichnung - oder gar kein CBD. Achte auf den COA (Certificate of Analysis). Der sollte von einem unabhängigen Labor stammen und die exakte CBD-Konzentration sowie den THC-Gehalt (unter 0,2 % in der EU) zeigen.

Zweitens: Vermeide CBD-Produkte mit künstlichen Aromen, Zucker oder PEG. Diese Zusätze können die Wirkung beeinträchtigen oder deine Verdauung belasten. Wähle Produkte mit natürlichen Trägerölen wie Hanföl, Olivenöl oder MCT-Öl.

Drittens: Du brauchst keine „High-Potency“-Produkte, nur weil sie teurer sind. Ein 10 % CBD-Öl mit 500 mg Inhalt ist oft besser als ein 30 % Öl mit 250 mg - einfach weil du es besser dosieren kannst.

Drei CBD-Fläschchen mit Tropfen, die eine Waage zwischen Ruhe und Angst ausgleichen

Wie du deine optimale Dosis findest

Gehe systematisch vor. Notiere dir jeden Tag:

  1. Wie viel CBD du genommen hast (in mg)
  2. Wann du es genommen hast
  3. Wie stark deine Angst war (von 1-10)
  4. Wie du dich danach gefühlt hast (ruhig, müde, keine Veränderung)

Nach 10-14 Tagen siehst du ein Muster. Vielleicht merkst du: Mit 30 mg spüre ich eine klare Beruhigung, aber kein Müdigkeitsgefühl. Mit 45 mg fühle ich mich schwer. Dann bleibst du bei 30 mg. Das ist deine Goldilocks-Dosis - nicht zu viel, nicht zu wenig.

Manche Menschen brauchen nur 15 mg, andere 60 mg. Beides ist normal. Es gibt keine „richtige“ Zahl - nur deine richtige Zahl.

Was du noch wissen solltest

CBD wirkt nicht wie eine Tablette, die sofort wirkt. Es baut sich im Körper auf. Die größte Wirkung tritt oft nach 2-4 Wochen regelmäßiger Einnahme ein. Wenn du nach 7 Tagen nichts spürst, ist das kein Grund aufzugeben.

Wenn du Medikamente nimmst - besonders Blutverdünner, Antidepressiva oder Beruhigungsmittel - sprich mit deinem Arzt. CBD kann die Wirkung mancher Medikamente beeinflussen, indem es die Leberenzyme blockiert, die sie abbauen.

Und: CBD ist kein Ersatz für Therapie. Es kann ein Werkzeug sein - aber nicht die Lösung. Kognitive Verhaltenstherapie, Bewegung, Schlafhygiene und Atemübungen sind mindestens genauso wichtig. CBD kann dir helfen, ruhiger zu werden - damit du diese anderen Methoden auch wirklich anwenden kannst.

Was ist mit CBD-Kristallen?

CBD-Kristalle sind reines, isoliertes CBD - ohne andere Cannabinoide, Terpene oder Pflanzenstoffe. Sie sind ideal, wenn du THC komplett vermeiden willst oder eine exakt dosierbare Form brauchst. Aber sie wirken oft weniger stark als Vollspektrum-Öle, weil sie den sogenannten „Entourage-Effekt“ vermissen: die Synergie zwischen CBD, CBG, CBN und Terpenen, die zusammen eine stärkere beruhigende Wirkung entfalten.

Wenn du Kristalle verwendest, mische sie in ein Trägeröl - zum Beispiel 100 mg Kristalle in 10 ml MCT-Öl ergibt 1 % CBD. Du kannst es selbst anpassen. Aber es ist aufwendiger als ein fertiges Öl. Für die meisten Menschen mit Angst ist ein hochwertiges 10 % Vollspektrum-Öl die einfachere, effektivere Wahl.