Stärke von Cannabis: THC, CBD und was wirklich zählt
Wie stark eine Cannabis-Sorte wirkt, hängt von mehr als nur einem Zahl auf dem Etikett ab. Viele schauen zuerst auf den THC‑Prozentsatz – klar, THC löst die psychoaktive Wirkung aus. Aber CBD, CBG, Terpene und die Art, wie du konsumierst, verändern das Erleben deutlich. Hier erkläre ich praktisch, worauf du achten solltest und wie du die Stärke für dich einschätzt.
THC in Prozent sagt dir den Anteil an psychoaktivem Wirkstoff in der Blüte. Ein höherer Prozentsatz bedeutet häufiger eine stärkere Rauschwirkung, aber nicht immer mehr Effekte in jeder Situation. CBD kann zum Beispiel die Wahrnehmung von THC dämpfen. Wer also eine Sorte mit 18% THC und 1% CBD raucht, erlebt das anders als bei 18% THC und 10% CBD.
Faktoren, die die Stärke beeinflussen
Anbau, Erntezeitpunkt und Trocknung beeinflussen die Cannabinoid- und Terpenprofile. Länger gereifte Knospen können höhere THC-Werte haben. Terpene wie Myrcen oder Limonen ändern die Wirkung qualitativ – sie machen den Effekt entspannter oder eher aktiv. Auch die Lagerung zählt: Hitze und Licht reduzieren mit der Zeit THC zu CBN, was die Wirkung abschwächt.
Die Konsummethode entscheidet, wie schnell und stark du die Wirkung spürst. Rauchen oder Verdampfen liefert schnelle Effekte, deutlich kontrollierbarer als Edibles. Edibles wirken später, oft intensiver und länger. Bei Ölen und Konzentraten spielt die Dosierung eine noch größere Rolle: 5 mg vs. 20 mg THC macht einen großen Unterschied.
Praktische Tipps: Dosierung und Sicherheit
Geh nach dem Motto: klein anfangen. Wenn du neu bist oder eine Sorte wechselst, probiere eine kleine Menge und warte ab – bei Rauchen 10–15 Minuten, bei Edibles bis zu 2 Stunden. Notiere dir, wie viel du genommen hast und wie du dich gefühlt hast. So lernst du schnell, welche Stärke zu dir passt.
Vertrau auf Laborberichte, wenn verfügbar. Ein COA (Certificate of Analysis) zeigt genaue Cannabinoid‑Werte und ob Pestizide oder Lösungsmittelrückstände vorhanden sind. Kaufe bei vertrauenswürdigen Anbietern und frag nach Tests, vor allem bei Konzentraten und Gummis.
Berücksichtige deine Toleranz. Wer regelmäßig konsumiert, braucht oft mehr, um dieselbe Wirkung zu spüren. Pausen helfen, Sensitivität wiederherzustellen. Und: mische nicht mehrere potente Produkte – das erhöht das Risiko unangenehmer Effekte.
Zusammengefasst: Stärke ist kein einzelner Wert. THC‑Prozent gibt eine Idee, aber CBD, Terpene, Anbau, Lagerung und Konsumform formen das Gesamtbild. Fang klein an, nutze Laborberichte und passe die Dosis an deinen Alltag an. So findest du die richtige Balance zwischen Wirkung und Sicherheit.