Cannabinoide Effekte: Was macht welches Cannabinoid?
Nicht alle Cannabinoide machen „high“. Einige beruhigen, andere können Appetit oder Schlaf beeinflussen. Hier erfährst du knapp und konkret, wie bekannte Cannabinoide wie CBD, THC, CBG, CBN oder HHC wirken, wie lange Effekte dauern und worauf du praktisch achten solltest.
Wie Cannabinoide im Körper arbeiten
Unser Körper hat ein Endocannabinoid-System mit Rezeptoren (CB1 vor allem im Gehirn, CB2 mehr im Immunsystem). THC bindet stark an CB1 und löst psychoaktive Effekte aus: Euphorie, veränderte Wahrnehmung, Appetitsteigerung. CBD bindet nicht direkt an CB1/CB2, es moduliert das System und wirkt oft beruhigend, angstlösend oder entzündungshemmend.
CBG gilt als Baustein, aus dem andere Cannabinoide entstehen, und zeigt in Studien neuroprotektive und entzündungshemmende Eigenschaften. CBN tritt bei gealtertem Cannabis auf und wird oft mit Schläfrigkeit verbunden. Neue Varianten wie HHC oder THCP haben eigene Profile: HHC kann leichte psychoaktive Effekte zeigen, THCP soll stärker wirken als klassisches THC. Delta-8 und Delta-9 unterscheiden sich in Stärke und gesetzlichen Regeln.
Die Art der Einnahme bestimmt, wie schnell und wie lange die Wirkung spürbar ist. Inhalation (Vapor, Rauchen) wirkt meist in Minuten und hält 1–3 Stunden. Edibles brauchen 30–120 Minuten bis zum Wirkungseintritt, halten aber 4–8 Stunden oder länger. Sublingual (Öl) liegt dazwischen: schneller als Edibles, langsamer als Inhalation.
Praktische Tipps: Dosierung, Sicherheit, Auswahl
Start low, go slow. Gerade bei THC, HHC oder neuen Produkten: klein anfangen und 24 Stunden warten, bevor du nachdosisierst. Für CBD sind 10–25 mg ein häufiger Einstiegspunkt bei Ölen; Edibles oft mit 5–10 mg pro Portion beginnen. Achte auf Laborberichte (COA) für Reinheit, Inhalt und Pestizide.
Wechselwirkungen: Cannabinoide können mit Medikamenten interagieren (z. B. Blutverdünner). Frag im Zweifel deinen Arzt. Alkohol verstärkt psychoaktive Effekte und erhöht Nebenwirkungsrisiken. Wer Auto fährt oder Maschinen bedient, sollte auf jegliche psychoaktive Wirkung verzichten.
Bei Haustieren gelten andere Dosierungen. Gib Hunden oder Katzen niemals Produkte ohne Tierarzt-Empfehlung. Und: Einige Produkte können bei Drogentests positiv ausfallen — besonders wenn sie Spuren von THC enthalten.
Wenn du gezielt suchst (z. B. gegen Schlafstörungen, Angst oder Schmerzen), hilft es, Produkttyp, Dosierung und Einnahmeweg zu variieren und die Wirkung über mehrere Tage zu beobachten. Notiere, was geholfen hat und welche Nebenwirkungen auftraten.
Kurz gesagt: Kenn dein Cannabinoid, wähle den passenden Einnahmeweg, fang klein an und prüfe Laborwerte. So holst du das Beste aus der Wirkung, ohne unnötige Risiken einzugehen.