Ist CBD das Gleiche wie ein Joint rauchen?

Ist CBD das Gleiche wie ein Joint rauchen?

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass CBD das gleiche ist wie ein Joint rauchen. Oder jemand hat dir gesagt, es sei nur ein legaler Weg, um high zu werden. Das ist falsch. CBD und ein Joint sind nicht dasselbe - nicht in der Wirkung, nicht im Aufbau, nicht in der Erfahrung. Und das ist wichtig zu verstehen, besonders wenn du CBD ausprobierst, weil du Entspannung suchst, Schmerzen lindern willst oder einfach neugierig bist.

Was ist CBD wirklich?

CBD ist Cannabidiol, eine natürliche Verbindung aus der Hanfpflanze, die keine berauschende Wirkung hat. Es wird oft aus Hanf extrahiert, der weniger als 0,2 % THC enthält - das ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. CBD-Produkte wie Öle, Kapseln, Shatter oder Gummibärchen enthalten fast kein THC, also keine Substanz, die dich high macht.

Im Gegensatz dazu ist ein Joint meistens aus Marihuana gefertigt - also aus Pflanzen mit einem THC-Gehalt von 10 bis 25 % oder sogar höher. THC ist der Wirkstoff, der für das Gefühl verantwortlich ist, das du als "high" beschreibst: euphorisch, verwirrt, entspannt, manchmal auch paranoid. CBD wirkt ganz anders. Es bindet nicht an dieselben Rezeptoren im Gehirn wie THC. Stattdessen unterstützt es das Endocannabinoid-System, das für Schlaf, Stimmung und Schmerzempfinden zuständig ist. Viele Menschen nehmen CBD, um Unruhe zu reduzieren, Muskelverspannungen zu lösen oder besser zu schlafen - ohne je high zu werden.

Was ist in einem Joint?

Ein Joint besteht meistens aus getrockneten Blüten der Cannabis-Pflanze, die reich an THC sind. Manchmal wird er mit Tabak vermischt, was die Wirkung noch komplexer macht. Beim Rauchen wird THC durch Hitze aktiviert und gelangt schnell über die Lunge ins Blut - innerhalb von Sekunden spürst du die Wirkung. Das ist der Grund, warum viele Menschen Joint rauchen: für den schnellen, intensiven Effekt.

Shatter - das ist ein konzentriertes CBD-Produkt - sieht aus wie Glas oder Honig und wird oft für Dabbing verwendet. Aber auch hier: Wenn es echtes CBD-Shatter ist, enthält es kaum THC. Es ist ein hochreiner Extrakt, der hauptsächlich Cannabidiol enthält. Du kannst es erhitzen, inhaliert es und fühlst trotzdem keine Euphorie. Es fühlt sich eher an wie eine tiefe Entspannung, als würde dein Körper langsam loslassen.

Warum verwechseln Menschen CBD und Joint?

Weil beide aus der gleichen Pflanze kommen. Das ist der Hauptgrund. Hanf und Marihuana sind beide Sorten von Cannabis sativa. Aber sie sind wie Apfel und Birne - verwandt, aber nicht gleich. Hanf wird für Fasern, Öl, CBD und Nahrungsmittel angebaut. Marihuana wird für den hohen THC-Gehalt gezüchtet. Die Pflanzen sehen ähnlich aus, riechen ähnlich und werden oft im gleichen Kontext erwähnt. Das führt zu Verwirrung.

Ein weiterer Grund: Wer CBD nicht kennt, hört oft "Cannabis" und denkt automatisch an Rausch. Medien, Werbung und sogar Freunde tragen dazu bei. Wenn jemand sagt: "Ich nehme CBD, weil ich es aus Cannabis gewonnen habe", klingt das, als wäre es dasselbe. Aber das ist wie zu sagen: "Ich trinke Wein, weil er aus Trauben kommt, also ist es Saft." Es ist nicht falsch - aber es ist ungenau.

Eine Silhouette mit zwei Seiten: eine entspannt und klar, die andere verschwommen und berauscht, symbolisiert CBD und THC.

Wie fühlt sich CBD an - im Vergleich zu einem Joint?

Wenn du einen Joint rauchst, merkst du es sofort. Dein Kopf wird leicht schwer, deine Gedanken verlangsamen sich, die Farben wirken lebendiger, der Hunger kommt. Es ist eine Veränderung des Bewusstseins.

CBD hingegen ist subtil. Du merkst nicht, dass du "high" bist - du merkst, dass du ruhiger bist. Deine Schultern sinken, deine Atmung wird tiefer, dein Kopf wird klarer. Manche sagen, sie fühlen sich wie nach einem langen Spaziergang im Wald - entspannt, aber wach. Kein Kribbeln im Kopf, keine Verzerrung der Realität. Kein "Oh, ich bin jetzt anders"-Gefühl. Das ist der entscheidende Unterschied.

Ein Beispiel: Stell dir vor, du hast einen stressigen Tag hinter dir. Du rauchst einen Joint - und fühlst dich danach leichter, aber auch ein bisschen verschwommen. Du willst dich auf nichts konzentrieren. Du nimmst CBD-Öl - und fühlst dich auch leichter, aber du kannst trotzdem deine E-Mails beantworten, dein Kind abholen und den Abend planen. Das ist der Unterschied zwischen Ablenkung und Entspannung.

Was ist mit CBD-Shatter?

CBD-Shatter ist ein sehr reiner Extrakt. Er wird oft mit CO₂ oder Alkohol hergestellt und dann abgekühlt, bis er glasartig wird. Wenn er richtig hergestellt ist, enthält er über 90 % CBD und weniger als 0,1 % THC - so wenig, dass es keine Wirkung hat. Viele Leute verwenden Shatter, weil sie eine schnelle, präzise Dosis wollen - ohne zu rauchen. Sie verwenden einen Dabber, erhitzen eine Platte und inhalieren den Dampf.

Aber Achtung: Nicht alles, was als "CBD-Shatter" verkauft wird, ist wirklich CBD. Einige Anbieter mischen es mit THC, um den Effekt zu verstärken. Das ist legal, wenn der THC-Gehalt unter 0,2 % bleibt - aber die Wirkung wird spürbar. Wenn du CBD-Shatter kaufst, schau immer auf das Zertifikat. Es sollte heißen: "Third-party lab test" und den genauen THC-Gehalt nennen. Wenn da steht "0,15 % THC", ist es sicher. Wenn da nichts steht - lauf weg.

Warum ist das wichtig?

Weil du nicht nur wissen musst, was du konsumierst - du musst auch wissen, was du erwartest. Wenn du CBD nimmst, weil du keine Rauschzustände willst, aber dann plötzlich high wirst, bist du verärgert. Und wenn du CBD nimmst, weil du es für medizinische Zwecke brauchst - etwa bei Schlafstörungen oder chronischen Schmerzen - und es nicht wirkt, weil es gar kein echtes CBD war, dann hast du Zeit und Geld verschwendet.

Ein weiterer Punkt: Rechtlich gesehen ist CBD in Deutschland legal, solange es unter 0,2 % THC enthält. Ein Joint mit höherem THC-Gehalt ist illegal. Wenn du CBD-Shatter kaufst und es mit einem Joint vergleichst, denkst du vielleicht: "Das ist doch auch Cannabis. Warum ist das erlaubt?" Die Antwort: Es ist nicht das gleiche Produkt. Es ist wie zwischen Bier und Wodka - beide enthalten Alkohol, aber die Konzentration und Wirkung sind völlig anders.

Wissenschaftliche Darstellung von CBD- und THC-Molekülen, die unterschiedlich auf Körperrezeptoren wirken.

Kann CBD auch high machen?

Nein - nicht, wenn es richtig hergestellt ist. CBD hat keine berauschende Wirkung. Selbst bei hohen Dosen - 100 mg oder mehr - wirst du nicht high. Du wirst vielleicht etwas müde, oder dein Körper fühlt sich tiefer entspannt, aber dein Geist bleibt klar. Studien aus den USA und der EU zeigen, dass CBD sogar die Wirkung von THC abschwächen kann. Das heißt: Wenn du CBD und THC zusammen nimmst, wird der Rausch weniger intensiv.

Einige Menschen berichten von einem "leichten Kopfgefühl" - aber das ist oft eine psychologische Erwartung. Wenn du denkst, CBD könnte high machen, dann suchst du nach diesem Gefühl - und findest es vielleicht, wo gar keins ist. Es ist wie bei Placebo-Effekten: Dein Gehirn erwartet etwas, also denkt es, es hätte es bekommen.

Was solltest du tun, wenn du unsicher bist?

  • Prüfe das Zertifikat: Jeder seriöse Anbieter gibt ein Laborzertifikat heraus. Suche nach "COA" (Certificate of Analysis) und prüfe den THC-Wert.
  • Vermeide dubiose Quellen: Wenn jemand CBD in einer Kneipe oder auf einem Flohmarkt verkauft, ist das riskant. Kaufe nur bei zertifizierten Anbietern mit Sitz in Deutschland oder der EU.
  • Beginne mit niedrigen Dosen: Selbst wenn es echtes CBD ist, reagiert jeder Körper anders. Fang mit 10-15 mg an und beobachte, wie du dich fühlst.
  • Frage einen Arzt: Wenn du Medikamente nimmst, besonders Blutverdünner oder Antidepressiva, kann CBD Wechselwirkungen haben. Sprich mit jemandem, der sich auskennt.

Was ist der größte Mythos?

Der größte Mythos ist: "CBD ist nur ein legaler High-Ersatz." Das ist nicht nur falsch - es ist gefährlich. Es verkleinert die echten Vorteile von CBD. CBD ist kein Ersatz für Rausch. Es ist ein Werkzeug für Balance. Es hilft, den Körper in einen Zustand der Ruhe zu bringen - nicht, ihn zu verändern.

Wenn du CBD ausprobierst, tue es nicht, weil du high sein willst. Tu es, weil du dich besser fühlen willst. Weil du besser schlafen willst. Weil du Schmerzen lindern willst. Weil du ruhiger werden willst. Dann wirst du merken: Es ist nicht das Gleiche wie ein Joint. Es ist etwas anderes. Und das ist gut so.

Ist CBD legal in Deutschland?

Ja, CBD ist in Deutschland legal, solange der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. Das gilt für Öle, Shatter, Kapseln und andere Produkte. Der Anbau von Hanf mit niedrigem THC ist erlaubt, der Verkauf von CBD-Produkten ist reguliert, aber nicht verboten.

Kann man CBD-Shatter rauchen?

Ja, CBD-Shatter kann mit einem Dabbing-Gerät erhitzt und inhaliert werden. Es wird nicht traditionell geraucht wie ein Joint, sondern verflüssigt und eingeatmet. Wichtig: Nur echtes CBD-Shatter verwenden - mit einem Labortest, der einen THC-Gehalt unter 0,1 % bestätigt.

Macht CBD süchtig?

Nein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2018 bestätigt, dass CBD nicht süchtig macht und kein Missbrauchspotenzial hat. Im Gegensatz zu THC wirkt es nicht auf die Belohnungszentren im Gehirn. Du kannst es langfristig einnehmen, ohne Abhängigkeit zu entwickeln.

Warum fühlt sich CBD manchmal wie ein leichter Rausch an?

Das ist selten und meist psychologisch bedingt. Manche Menschen erwarten ein Gefühl, weil sie CBD mit Marihuana verbinden. Auch bei sehr hohen Dosen (über 100 mg) kann es zu leichter Müdigkeit oder Entspannung kommen - aber nicht zu Veränderungen der Wahrnehmung oder Euphorie.

Wie erkenne ich echtes CBD-Shatter?

Echtes CBD-Shatter ist klar, glasartig und bricht leicht. Es riecht leicht nach Hanf, aber nicht stark. Wichtig: Es muss ein Laborzertifikat geben, das den CBD- und THC-Gehalt genau angibt. Vertraue keinem Produkt ohne COA. Bei Zweifeln frage nach: "Wie hoch ist der THC-Gehalt?" Wenn der Anbieter zögert, geh weg.