Pflanzen ernähren: So bekommen deine Pflanzen genau das, was sie brauchen

Wusstest du, dass die meisten Ertragsprobleme nicht am Licht, sondern an falscher Ernährung liegen? Eine gute Fütterung ist einfacher als du denkst, wenn du die Basics kennst: welche Nährstoffe wann gebraucht werden, wie pH und Wasser passen und wie man Über- oder Unterversorgung erkennt.

Grundnährstoffe kurz erklärt

Die drei Hauptnährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff braucht die Pflanze vor allem in der Wachstumsphase für Blattmasse. Phosphor fördert Blütenbildung und Wurzelwachstum, daher ist er in der Blüte wichtig. Kalium stärkt die allgemeine Widerstandskraft und den Stoffwechsel.

Neben NPK gibt es Mikronährstoffe wie Magnesium, Calcium, Schwefel und Eisen. Fehlt eines davon, zeigen sich oft gelbe Blätter, braune Flecken oder deformierte Triebe. Diese Symptome sind nützlich: sie sagen dir meist genau, was fehlt.

Praktische Fütterungs-Tipps

Beginne immer mit schwacher Dosierung: „Start low, go slow“. Jungpflanzen und Stecklinge mögen nur sehr wenig Dünger. Erhöhe die Menge schrittweise und beobachte Blattfarbe, Blattspitzen und Wachstum.

Der pH-Wert ist entscheidend: im Boden ist ideal meist 6,0–7,0, bei Hydroponik 5,5–6,5. Wenn der pH falsch ist, kann die Pflanze die Nährstoffe nicht aufnehmen, obwohl genug im Medium ist. Ein einfacher pH-Messstab oder ein Tropfentest hilft hier enorm.

Gieße nicht zu oft, aber regelmäßig. Zu nass führt zu Wurzelfäule, zu trocken stresst die Pflanze. Trockne das Substrat zwischen den Gaben leicht an. Wenn du mit Dünger arbeitest, achte auf die Leitfähigkeit (EC/PPM): junge Pflanzen brauchen niedrigere Werte als große Blätterpflanzen.

Organisch oder synthetisch? Organische Düngemittel bauen langsam auf und verbessern Bodenleben. Synthetische Dünger wirken schneller und sind gut steuerbar. Beide Systeme funktionieren — wähl das, was zu deiner Routine passt.

In der Blütephase erhöhe Phosphor und Kalium, reduziere Stickstoff. Viele Grower spülen die Pflanzen in den letzten 1–2 Wochen vor der Ernte, um überschüssigen Dünger auszuwaschen und den Geschmack zu verbessern. Das ist optional, aber häufig empfohlen.

Erkennst du Verbrennungszeichen an Blattspitzen (braun/rund)? Das ist meist Überdüngung. Bei Gelbwerden meist Stickstoffmangel. Braune Flecken können Kalziummangel oder pH-Probleme sein. Kontrolliere zuerst pH und Drainwasser, bevor du blind nachdüngst.

Ein letzter Tipp: Notiere, was du gibst und wann. So findest du schnell heraus, was funktioniert. Kleine Tests an einer Pflanze statt an der ganzen Ernte sparen Nerven. Mit den Basics im Kopf fütterst du zielgerichtet und erreichst gesündere Pflanzen und bessere Buds.

Sollte ich meine Pflanzen jedes Mal füttern, wenn ich sie gieße?

Als leidenschaftliche Gärtnerin habe ich schon oft in meinem Garten gestanden und mir die Frage gestellt: "Sollte ich meine Pflanzen jedes Mal füttern, wenn ich sie gieße?". Dieser Beitrag soll diese Frage näher beleuchten. Wir werden uns ansehen, wie oft Pflanzen tatsächlich Nährstoffe benötigen und welche Rolle das Gießen dabei spielt. Eine richtige Balance zu finden ist wichtig, denn Überdüngung kann ebenso schädlich sein wie Vernachlässigung.
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