Kräuter für Fettleber: Welche Pflanzen können deine Leber unterstützen?
Fettleber ist häufig und oft reversibel – mit Ernährung, Bewegung und einigen Pflanzen kannst du die Leber unterstützen. Welche Kräuter helfen, wie du sie nimmst und worauf du achten musst, liest du hier kurz und praktisch.
Die besten Kräuter und wie sie wirken
Mariendistel (Silymarin): Das wohl bekannteste Leberkraut. Silymarin wirkt als Antioxidans und kann Leberzellen schützen. Viele Menschen nutzen standardisierte Extrakte; eine gebräuchliche Dosierung liegt bei etwa 200–400 mg Silymarin pro Tag. Frag deinen Arzt, wenn du Medikamente nimmst – Wechselwirkungen sind möglich.
Kurkuma (Curcumin): Curcumin wirkt entzündungshemmend und kann Stoffwechselvorgänge positiv beeinflussen. Curcumin mit etwas schwarzem Pfeffer (Piperin) wird besser aufgenommen. Typische Ergänzungsdosen liegen oft bei 500–1.000 mg Curcumin pro Tag in standardisierter Form. Als Gewürz kannst du Kurkuma täglich in Gerichten verwenden.
Artischocke: Artischockenblätter werden traditionell bei Leber- und Gallenproblemen eingesetzt. Extrakte können die Fettverwertung in der Leber unterstützen und die Verdauung fördern. Standardisierte Präparate sind praktisch, da die Wirkstoffmenge besser kontrollierbar ist.
Grüner Tee (EGCG): Grüner Tee enthält Antioxidantien, die den Fettstoffwechsel beeinflussen können. Zwei bis drei Tassen täglich sind unproblematisch und können nützlich sein. Achtung bei hochdosierten Grüntee-Extrakten: in seltenen Fällen gab es Berichte über Leberbelastung.
Löwenzahn, Ingwer, Knoblauch: Diese Küchenpflanzen unterstützen Verdauung und Stoffwechsel. Als Teil einer gesunden Ernährung sind sie nützlich: Löwenzahntee fördert die Leberfunktion, Ingwer verbessert die Verdauung und Knoblauch kann den Fettstoffwechsel beeinflussen.
Wie du Kräuter sicher und sinnvoll einsetzt
Setz Kräuter ergänzend zur Basis an: Gewichtsreduktion bei Übergewicht, weniger Zucker/Alkohol, mehr Bewegung. Kräuter sind kein Ersatz für diese Maßnahmen, sondern Unterstützung.
Praktische Anwendung: Nutze standardisierte Extrakte statt beliebiger Kräutertees, wenn du gezielte Effekte willst. Schau auf Inhaltsstoffangaben (z. B. Silymarin%). Gib Präparaten 8–12 Wochen, bevor du Ergebnischecks machst – lass Leberwerte im Blut kontrollieren.
Sicherheit: Sprich vor Beginn mit deinem Arzt, vor allem bei bestehenden Medikamenten, Schwangerschaft oder chronischen Krankheiten. Manche Pflanzen beeinflussen Medikamente (z. B. Blutgerinnung, Leberstoffwechsel). Bei ungewöhnlichen Symptomen Absetzen und Arzt kontaktieren.
Kurz zusammengefasst: Mariendistel, Kurkuma und Artischocke zählen zu den praktischsten Kräutern bei Fettleber, grüner Tee und Küchenkräuter ergänzen. Setze sie gezielt, kombiniere mit Lebensstiländerungen und lass deine Leberwerte regelmäßig prüfen.
Wenn du willst, kann ich dir konkrete Präparate vergleichen oder eine einfache Tagesroutine mit Kräutern und Ernährung vorschlagen. Schreib kurz, was du bevorzugst (Tee, Kapseln oder Gewürze) und ob du Medikamente nimmst.