Kontrollen: Was du über Tests, COAs und Nachweiszeiten wissen musst
Ein positives Drogentest-Ergebnis kommt oft nicht von reinem CBD, sondern von THC-Spuren in Produkten. Hier erkläre ich kurz und praktisch, wie Kontrollen ablaufen, worauf du bei Laborberichten (COAs) achten solltest und wie lange verschiedene Cannabinoide nachweisbar sind.
Wie Drogentests funktionieren und was sie suchen
Urin-Tests suchen meist nach dem THC-Metaboliten THC-COOH. CBD selbst löst normalerweise keinen positiven Test aus. Trotzdem können Full-Spectrum-Produkte, minderwertige Öle oder falsch deklarierte Artikel genug THC enthalten, um ein positives Ergebnis zu erzeugen. Bluttests messen aktive Cannabinoide und sind kurzzeitig aussagekräftig. Speicheltests sind sinnvoll für sehr frische Nutzung. Haaranalysen zeigen Konsum über Monate, sind aber nicht für jede Situation üblich.
Noch ein wichtiger Punkt: neue Cannabinoide wie HHC oder Delta-8 können in manchen Tests kreuzreagieren oder nicht eindeutig erkannt werden. Das bedeutet: selbst wenn du kein Delta-9 THC nimmst, kann ein unbekanntes Cannabinoid Probleme machen.
COA lesen: Die wichtigsten Werte schnell erkennen
Ein Certificate of Analysis (COA) ist dein bester Freund beim Kauf. Schau direkt auf diese Punkte: Gesamt-THC (muss unter dem gesetzlichen Limit liegen oder idealerweise nicht nachweisbar sein), CBD-Gehalt, Nachweis auf Pestizide, Schwermetalle und Lösungsmittel. Achte auf Chargennummer, Datum und das Labor. Wenn das COA keinen Laborstempel oder keine Batch-Nummer hat, ist die Datei wenig wert.
Praktischer Tipp: Lade das COA runter und zoome hinein. Viele Hersteller verstecken Details. Wenn Werte zu grob oder unvollständig sind, frag nach dem vollständigen Bericht oder kauf woanders.
Wie lange bleiben Cannabinoide im Körper? Für THC gelten grobe Richtwerte: bei Gelegenheitskonsum meist 1–7 Tage im Urin, bei regelmäßigen Nutzern bis zu 30 Tage oder länger. Blut- und Speicheltests sind kürzer. Haaranalysen reichen bis zu 90 Tagen. Diese Zeiten variieren stark mit Körperfett, Stoffwechsel und Konsumhäufigkeit.
Was kannst du tun, um Risiken zu senken? Verwende Produkte mit unabhängigen COAs, bevorzugt Broad-Spectrum oder Isolate, wenn du Tests vermeiden willst. Kauf bei seriösen Händlern und prüfe die Inhaltsstoffe. Wenn du unsicher bist, verzichte vor einer Prüfung lieber einige Wochen auf alle Cannabinoid-Produkte.
Für Reisende gilt: Informiere dich über die Regeln im Zielland und bei der Fluggesellschaft. Viele Länder haben strenge Vorschriften, und ein legal gekauftes Produkt in Deutschland kann anderswo illegal sein.
Wenn du Haustiere behandelst, sprich vorher mit dem Tierarzt. Dosierungen und Nachweiszeiten unterscheiden sich deutlich von Menschen.
Kurz gesagt: Kontrollen sind oft technisch einfach, aber in der Praxis tricky. Vertrau auf geprüfte Produkte, lies COAs genau und plan deine Nutzung bewusst, wenn Drogentests oder Reisen anstehen.