Haustierpflege: CBD & Hanf für Hunde und Katzen sicher anwenden
Wenn du überlegst, CBD oder Hanfprodukte bei deinem Hund oder deiner Katze auszuprobieren, willst du vor allem eins: sicher sein, dass es hilft und nicht schadet. Hier bekommst du klare, praktische Tipps zur Auswahl, Dosierung und zu möglichen Nebenwirkungen. Keine Marketing-Floskeln – nur das, was im Alltag wirklich nützlich ist.
Was ist der Unterschied zwischen CBD und Hanf?
CBD ist ein einzelner Wirkstoff (Cannabidiol). Hanf ist die Pflanze, aus der CBD gewonnen wird. Viele Produkte enthalten Vollspektrum-Extrakte, die mehrere Cannabinoide und Terpene haben, oder reine CBD-Isolate. Für Haustiere gilt: Achte auf einen sehr niedrigen THC-Gehalt (am besten 0%) und verlang ein Laborzertifikat (COA). Unser Artikel „CBD und Hanf für Hunde: Unterschied und Nutzen erklärt“ geht weiter ins Detail, falls du tiefer einsteigen willst.
Wirkungen, Anwendungsgebiete und was Studien sagen
Tierhalter berichten, dass CBD bei Angst, Schmerzen und Mobilität helfen kann. Eine bekannte Studie der Colorado State University fand, dass CBD bei Hunden mit Arthrose Schmerzwerte und Beweglichkeit verbessern kann. Das heißt nicht, dass es bei jedem Hund wirkt, aber es ist ein guter Hinweis, dass CBD echten Nutzen bringen kann.
Typische Anwendungsgebiete: chronische Schmerzen, Entzündungen, Stresssituationen (Tierarzt, Feuerwerk), Schlafprobleme und manchmal Appetitmangel. Für akute Notfälle wie Vergiftungen oder schwere Krampfanfälle ist CBD kein Ersatz für tierärztliche Notfallbehandlung.
Wichtig: Sprich vorher mit deinem Tierarzt, besonders wenn dein Tier Medikamente nimmt. CBD beeinflusst Leberenzyme (CYP450) und kann die Wirksamkeit anderer Präparate verändern.
Beginne immer mit einer niedrigen Dosis und steigere langsam. Ein praktischer Startpunkt ist etwa 0,2–0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht, zweimal täglich. Beobachte dein Tier eine Woche lang und steigere nur, wenn nötig. Für genaue Anpassung und langfristige Begleitung ist eine Beratung beim Tierarzt sinnvoll – siehe unseren Beitrag „CBD für Hunde: Wie viel ist zu viel?“
Formen: Öl/Tropfen sind am genauesten dosierbar. Leckerlis (Edibles) sind praktisch, bergen aber Dosierungsunterschiede. Achte bei allen Produkten auf: vollständige Inhaltsangabe, COA-Laborbericht, THC-freie Optionen und eine transparente Angabe der CBD-Menge pro Einheit.
Bei Überdosierung oder Unverträglichkeit können Symptome wie starke Müdigkeit, Koordinationsstörungen, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Dann Dosis reduzieren oder absetzen und bei starken Symptomen den Tierarzt kontaktieren.
Kurz-Check für die Praxis: 1) COA verlangen, 2) mit niedrigster Dosis starten, 3) Wechselwirkungen mit Medikamenten klären, 4) auf THC-freie Produkte achten, 5) Beobachten und anpassen. Mit Sorgfalt kann CBD eine hilfreiche Ergänzung für die Haustierpflege sein – aber immer verantwortungsbewusst einsetzen.