Düngen: So gibst du deinen CBD- und Cannabis-Pflanzen genau das, was sie brauchen
Düngen wirkt simpel, aber viele machen dabei Fehler, die Ertrag und Aroma kosten. Hier erfährst du in klaren Schritten, welche Nährstoffe wichtig sind, wann du sie gibst und wie du Über- oder Unterversorgung vermeidest. Kurz, praktisch und ohne Fachchinesisch.
Grundlagen: Nährstoffe und ihre Rolle
Jede Pflanze braucht Makronährstoffe und Mikronährstoffe. Die drei Großen sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff fördert Blattwachstum, Phosphor stärkt Wurzeln und Blütenbildung, Kalium verbessert Stressresistenz und Qualität. Mikronährstoffe wie Eisen, Magnesium und Zink sind in kleinen Mengen nötig, sonst zeigen sich gelbe Blätter oder braune Flecken.
Für CBD- und Cannabis-Pflanzen gilt: In der Wachstumsphase steht Stickstoff im Fokus. In der Blüte reduzierst du N und erhöhst P und K. Viele Düngerpackungen zeigen ein NPK-Verhältnis – das ist deine Orientierung.
Praktische Tipps: Zeitplan, Menge und pH
Starte mit weniger Dünger als empfohlen und steigere bei Bedarf. Junge Pflanzen und Stecklinge brauchen nur schwache Nährstofflösungen. Ein typischer Plan: Schwache Düngung in Woche 1–2, volle Dosis in der mittleren Wachstumsphase, dann blüteorientierte Nährstoffe ab Vorblüte.
Der pH-Wert ist entscheidend: In Erde sollten 6,0–6,8 gelten, bei Kokos oder Hydro 5,5–6,2. Ist der pH falsch, können Nährstoffe trotz Vorhandensein nicht aufgenommen werden. Ein einfacher pH-Test kostet wenig und verhindert viele Probleme.
Gießrhythmus beeinflusst Düngung: Zu häufiges Gießen wäscht Nährstoffe aus, zu seltenes sorgt für Salzansammlungen. Kontrolliere die Erde: leicht feucht beim Fingerspitzentest ist ein guter Anhaltspunkt.
Organisch vs. mineralisch: Organische Dünger (Kompost, Wurmtee, Guano) bauen langsam auf und verbessern Bodenleben und Geschmack. Mineraldünger wirken schnell und messbar. Für Anfänger ist eine organisch unterstützte Basis oft verzeihender.
Flushing: 1–2 Wochen vor Ernte solltest du die Pflanzen spülen (nur Wasser mit korrektem pH), wenn du mineralisch gedüngt hast. Das reduziert Salzreste in den Blüten und verbessert das Aroma.
Fehlersignale lesen: Gelbe Spitzen deuten oft auf Stickstoffmangel, dunkle Blattmitte auf Magnesiumdefizit, verbrannte Blattspitzen auf Überdüngung. Wenn du einen Mangel vermutest, teste zuerst pH und Spülung, bevor du stark nachdüngst.
Ein Beispiel: Bei Indoor-Erde benutze in Wachstum eine N-reiche Formel (z. B. 3-1-2), ab Blüte auf 1-4-3 wechseln. Bei Hydro reduziere die EC-Werte leicht, da Nährstoffe leichter verfügbar sind. Messgeräte (pH, EC) sind eine sinnvolle Investition.
Kurz gesagt: Düngen ist Timing, Menge und Kontrolle. Fang vorsichtig an, beobachte die Pflanzen, prüfe pH und passe an. So bekommst du gesunde Pflanzen und bessere CBD-Blüten ohne unnötige Risiken.