Cannabis-Überdosis: Symptome, Risiken und sofortige Hilfe
Eine "Überdosis" bei Cannabis bedeutet meist eine unangenehm starke Reaktion auf THC, nicht das gleiche wie bei Opioiden oder Alkohol. Todesfälle durch reines Cannabis sind extrem selten, aber akute Panik, starke Übelkeit, Kreislaufprobleme oder psychotische Zustände können sehr belastend sein. Hier erfährst du, woran du eine Überdosis erkennst und was du praktisch tun kannst.
Symptome einer Cannabis-Überdosis
Typische Anzeichen treten oft binnen Minuten bis Stunden auf – je nach Konsumform. Bei gerauchtem Cannabis kommen Effekte schneller, bei Edibles kann es 30 Minuten bis 3 Stunden dauern, bis etwas passiert. Häufige Symptome sind: starke Angst oder Panik, rasender Herzschlag (Tachykardie), Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Verwirrung, Halluzinationen oder Paranoia, heftiges Zittern, Benommenheit bis Ohnmachtsgefühle. Bei Kindern und Haustieren können schon kleinere Mengen schwere Symptome verursachen.
Unterschiede zwischen THC und CBD: THC ist der psychoaktive Stoff, der die starken Effekte verursacht. CBD verursacht selten starke psychische Reaktionen; hohe Dosen können aber schläfrig machen, Magen-Darm-Störungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen.
Was tun bei einer Überdosis?
Bleib ruhig und hilf der betroffenen Person, sicher und ruhig zu bleiben. Das hilft oft mehr als hektische Maßnahmen. Setz oder leg die Person hin, sorge für frische Luft und eine ruhige Umgebung ohne laute Reize. Lass sie Wasser trinken, kleine Schlucke – das hilft bei Dehydrierung.
Praktische Schritte, die wirklich helfen: sprich beruhigend, entferne weitere Drogen oder Alkohol, biete eine Decke an (manche frieren), kontrolliere Atmung und Bewusstsein. Schwarzer Pfeffer riechen oder in den Mund nehmen kann bei akuter Panik kurzfristig beruhigen – viele Konsumenten berichten davon. Wichtig: Keine Sedativa oder Alkohol zuführen, das kann die Situation verschlimmern.
Ruf den Notruf, wenn folgende Alarmsignale auftreten: fortwährendes Erbrechen, starke Atemnot, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, starke Brustschmerzen oder wenn die Person nicht mehr ansprechbar ist. Bei Kindern und Haustieren sofort die Giftnotrufnummer oder den Tierarzt kontaktieren – schon kleine Mengen können gefährlich sein.
Vorbeugen ist besser: Bei Edibles immer warten (bis zu 3 Stunden), bevor du nachlegst. Dosis langsam erhöhen: "Start low, go slow". Produktetiketten lesen, Mixen mit Alkohol vermeiden, Medikamente berücksichtigen (z. B. Blutverdünner, Beruhigungsmittel). Lagere Produkte sicher, außer Reichweite von Kindern und Tieren.
Zusammengefasst: Eine starke Reaktion auf Cannabis ist unangenehm, meist nicht tödlich, aber ernst zu nehmen. Ruhig bleiben, sichere Umgebung schaffen und bei Alarmzeichen sofort medizinische Hilfe holen. So minimierst du Risiko und schaffst schnell Abhilfe.