Cannabis Intensität: Verstehen, messen, richtig wählen
Nicht die Sorte allein macht den Effekt — die Intensität von Cannabis hängt von mehreren klaren Faktoren ab. Hier erfährst du kurz und praktisch, worauf du achten musst, damit du die gewünschte Wirkung bekommst ohne zu überdosieren.
Was bestimmt die Stärke?
Das wichtigste ist der Cannabinoid-Gehalt: THC sorgt meist für die psychoaktive Stärke, CBD mildert oft das High. Andere Stoffe wie THCP, THCV, HHC oder CBG können die Wirkung verändern. Terpene wie Myrcen, Limonen oder Pinene formen das Gefühl: Myrcen verstärkt oft Sedierung, Limonen kann wach machen.
Die Qualität der Blüten beeinflusst die Intensität: frische, richtig getrocknete und schonend veredelte Buds liefern ein stärkeres, saubereres Erlebnis als schlecht gelagerte Ware. Konzentrate (Shatter, Wax, Wachs) sind deutlich potenter pro Zug als Blüten. Wer mehr Power sucht, wählt Extrakte; wer Kontrolle will, bleibt bei Blüten oder CBD-Produkten.
Wie Konsumform die Intensität verändert
Rauchen und Vapen liefern Effekte in Minuten und lassen sich leicht dosieren: ein Zug mehr oder weniger verändert das Ergebnis schnell. Edibles und Gummis brauchen länger (meist 1,5–3 Stunden), sind aber intensiver und halten länger. Das ist wichtig: zu früh nachlegen ist der häufigste Fehler bei Edibles.
Dosierung ist konkret messbar: Achte auf Milligramm-Angaben bei Gummis und Ölen. Für Einsteiger: 2,5–5 mg THC sind ein vorsichtiger Startpunkt, bei CBD kann man höher beginnen. Bei Konzentraten rechnet man in Prozent THC pro Gewicht — 70% Shatter wirkt deutlich stärker als 10% Blüte.
Toleranz und Körperfaktoren zählen: Körpergewicht, Stoffwechsel, Gewöhnung und Schlafzustand beeinflussen, wie stark du etwas fühlst. Wenn du Medikamente nimmst oder an Angst leidest, wähle milde Produkte und konsultiere im Zweifel eine Fachperson.
Praktische Tipps: Schau dir COA-Labore an (Certificates of Analysis), die viele seriöse Anbieter zeigen. Frische und Geruch geben Hinweise auf Terpenprofil. Wenn du Angst vermeidest, such nach geringem THC, höherem CBD und Terpenen wie Linalool oder Myrcen in kleiner Menge.
Sicherheit: Bei Haustieren gelten andere Regeln — CBD für Hunde braucht genaue Dosierung und Produktprüfung. Bei Flugreisen oder Drogentests informiere dich vorher, denn manche Hanfprodukte führen zu positiven Tests.
Fazit für den Alltag: Lies Etiketten, starte klein, warte ausreichend bei Edibles und passe Methode und Sorte an deinem Ziel an — Entspannung, Schlaf, Schmerz oder leichter Fokus. So findest du die passende Intensität ohne Experimente.