Cannabis Aromen: Was sie sagen und wie du sie nutzt
Ein kräftiger Duft verrät oft mehr über eine Sorte als das Verpackungslabel. Cannabis-Aromen kommen vor allem von Terpenen – das sind natürliche Duftstoffe in der Pflanze. Sie bestimmen, ob etwas blumig, zitronig, pfeffrig oder erdig riecht. Gleichzeitig beeinflussen Terpene oft, wie sich eine Sorte anfühlt. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuhören – oder besser: hinzuriechen.
Wichtige Terpene kurz erklärt
Myrcen: Erdiger, moschusartiger Duft. Oft mit entspannender Wirkung verbunden. (Mehr dazu im Artikel über Myrcen auf unserer Seite.)
Limonen: Zitrus, frisch und belebend. Kann die Stimmung heben und gegen Stress helfen.
Pinene: Kiefernduft, wach und klar machend. Unterstützt laut Berichten Konzentration.
Caryophyllen: Pfeffrig, würzig. Interessant, weil es auch an Rezeptoren wirken kann, die bei Entzündungen eine Rolle spielen.
Linalool: Blumig, lavendelartig. Wird oft mit entspannenden Effekten verknüpft.
Aromen richtig riechen, bewerten und lagern
Wie riechst du richtig? Nimm eine kleine Menge, verschließe deine Hand kurz und wärme die Blüte mit den Händen an – Wärme setzt Terpene frei. Schnuppere dann kurz und notiere die erste Reaktion: Aufregend, beruhigend, scharf? Warte 20–30 Sekunden und rieche nochmal, Gerüche verändern sich schnell.
Praktische Tipps zur Lagerung: Dunkel, kühl und luftdicht. Terpene sind flüchtig und hitzeempfindlich. Mahle erst kurz vor dem Gebrauch, um Aromen zu erhalten. Vermeide direkte Sonne und hohe Temperaturen – beides laugt den Geschmack aus.
Beim Vapen oder Verdampfen gilt: niedrige Temperaturen schonen Terpene. Viele Terpene verfliegen bei hohen Temperaturen, wodurch Geschmack und feine Effekte verloren gehen. Bei Esswaren verändern sich Aromen durch Hitze und Fett; das kann intensivieren oder abschwächen.
Geruchsprofil lesen: Ein intensiver, frischer Duft deutet meist auf frische, gut getrocknete Blüten hin. Muffiger oder schimmeliger Geruch ist ein Warnsignal – dann Finger weg. Aromen helfen also auch bei der Qualitätsprüfung.
Wenn du gezielt suchst: Wähle Sorten nach dem gewünschten Duft und Effekt. Willst du entspannen? Dann eher Myrcen- oder Linalool-dominante Sorten. Brauchst du Fokus? Pinene- oder Limonen-lastige Sorten können passen. Probiere kleine Mengen, um zu sehen, wie Duft und Wirkung für dich zusammenpassen.
Zum Schluss noch ein Tipp: Notiere, welche Aromen dir gefallen und wie du dich danach gefühlt hast. So findest du schneller die Sorten, die zu dir passen.