Cannabis Anbau: Praxistipps für bessere Erträge
Bevor du startest: Kläre die Rechtslage dort, wo du lebst. Anbau ist nicht überall erlaubt, und Regeln unterscheiden sich stark. Wenn der Anbau legal ist, kannst du mit wenig Aufwand deutlich bessere Pflanzen ziehen, wenn du ein paar Grundregeln befolgst.
Kurzcheck: Was du zuerst brauchst
Genetik entscheidet viel. Wähle Samen oder Stecklinge mit klarer Beschreibung (Sativa/Indica, CBD/THC-Werte). Für Anfänger sind autoflowering oder robuste CBD-Sorten oft einfacher. Entscheide dann, ob du drinnen (Indoor) oder draußen (Outdoor) anbaust. Indoor erlaubt Kontrolle über Licht und Klima, Outdoor nutzt natürliches Sonnenlicht und ist günstiger.
Licht ist das A und O. Indoor brauchst du eine gute Lichtquelle: LED-Panels sind effizient und laufen kühl. Achte auf unterschiedliche Lichtzyklen: 18/6 Stunden Licht/ Dunkelheit in der Wachstumsphase, 12/12 in der Blütephase. Zu schwaches Licht führt zu langen, dünnen Pflanzen; zu starkes Licht ohne Abstand kann verbrennen.
Substrat und Nährstoffe: Gute Erde mit Drainage ist ideal für Anfänger. Für Fortgeschrittene funktionieren Kokosfaser oder Hydroponik-Systeme. Beginne mit einem ausgewogenen Nährstoffmix für die Vegetationsphase (mehr Stickstoff) und wechsle in der Blüte auf phosphor- und kaliumreichere Dünger. Dosiere lieber niedrig und steigere langsam.
Gießen richtig: Staunässe vermeiden. Warte bis die oberen 2–3 cm Erde trocken sind, bevor du erneut gießt. Beim Gießen gleichmäßig durchtränken, aber überschüssiges Wasser ablaufen lassen. pH-Wert beachten: Erde 6,0–7,0, Hydroponik 5,5–6,5. Falscher pH verursacht Nährstoffmängel, auch wenn genug Dünger vorhanden ist.
Temperatur und Luftfeuchte: Tags 20–28 °C, nachts etwas kühler. Luftfeuchte in der Vegetationsphase 40–70 %, in der Blüte 40–50 % halten, um Schimmel zu vermeiden. Gute Luftzirkulation mit Ventilator schützt vor Schädlingen und stärkt Stiele.
Ernte, Trocknen und Lagerung
Die Erntezeit erkennst du an den Trichomen: milchig bis bernsteinfarbene Trichome deuten auf maximale Wirkung hin. Schneide Pflanzen und hänge sie kopfüber an einem dunklen, gut belüfteten Ort zum Trocknen auf. Temperatur ideal 18–22 °C, Luftfeuchte 45–55 %. Nach 7–14 Tagen sind Zweige normalerweise trocken genug.
Das richtige Aushärten (Curing) verbessert Geschmack und Haltbarkeit. Lege getrocknete Blüten in luftdichte Gläser, öffne diese täglich für 10–20 Minuten in den ersten zwei Wochen, dann seltener. Lagere kühl, dunkel und trocken. Gute Lagerung verhindert Geruchsverlust und Abbau von Wirkstoffen.
Kurz noch: Sauberkeit schützt vor Schädlingen und Krankheiten. Kontrolliere Pflanzen regelmäßig auf Blattläuse, Spinnmilben und Schimmel. Kleine Probleme früh angehen spart Zeit und Ertrag. Wenn du mehr Details willst, schau dir unsere Guides zu Sortenwahl, Dosierung und Produktarten an.