Gartenarbeit: Lollipopping für größere Buds

Lollipopping ist eine einfache Schnitttechnik, mit der du Licht und Luft zu den wichtigsten Blütenpunkten bringst. So konzentrierst du Energie auf die oberen Buds und kannst dichte, schwere Blüten fördern.

Was ist Lollipopping?

Bei Lollipopping entfernst du die unteren Zweige und kleinen Fächerblätter, die kaum Licht bekommen und selten starke Buds entwickeln. Dadurch reduziert du Schimmelrisiko und verbrauchst weniger Nährstoffe an unwichtige Stellen. Kurz: du schaffst eine bessere Pflanzenstruktur für bessere Ergebnisse.

Praktische Anleitung und Fehler vermeiden

Erledige den Schnitt in der Wachstumsphase oder früh in der Blüte, typischerweise zwei bis vier Wochen nach Umstellung auf Blüte. Schneide mit sauberen Handscheren alle Seitentriebe bis auf die oberen fünf bis acht Zentimeter ab. Lass genügend Blattmasse oben, damit die Pflanze weiter Photosynthese betreibt.

Achte auf saubere Werkzeuge und desinfiziere mit Alkohol, um Infektionen zu vermeiden. Entferne nicht zu viele Blätter auf einmal; ein Drittel der Blattmasse pro Sitzung ist ein guter Richtwert. Zu starker Rückschnitt stresst die Pflanze und kann das Wachstum verzögern.

Beobachte die Pflanze nach dem Schnitt: Wenn sie innerhalb einer Woche keine neuen Triebe zeigt oder sich verfärbt, war der Schnitt zu aggressiv oder andere Faktoren wie Nährstoffmangel oder Temperaturstress spielen eine Rolle.

Richtig angewendet erhöht Lollipopping die Luftzirkulation unter dem Baldachin. Das senkt Schimmelrisiko besonders bei dichter Blüte und hoher Luftfeuchte. Wer in kleinem Zelt anbaut, profitiert besonders, weil man so die Energie auf wenige Top-Sites bündelt.

Zusätzlich unterstützt Lollipopping andere Trainingstechniken wie Topping oder LST. Nach dem Lollipop-Schnitt kannst du die verbleibenden oberen Triebe mit Light-Scrog oder Seilführung gleichmäßig ausrichten. So nutzen alle Haupttriebe das Licht besser.

Wann nicht lollipoppen? Wenn die Pflanze schwach ist, krank oder kurz vor der Ernte steht. In der letzten Phase vor der Ernte will man keine zusätzlichen Wunden, die das Aroma oder die Harzbildung stören könnten.

Ein praktischer Tipp: Sammle das entfernte Material und nutze es als Mulch oder kompostiere es. So holst du Nährstoffe zurück und reduzierst Abfall. Mit sauberer Arbeitsweise und regelmäßigen Kontrollen vermeidest du Schimmel und Schädlinge.

Probier es an einer Testpflanze, bevor du alle Pflanzen behandelst. Lerne, wie deine Sorten reagieren – robuste Sorten vertragen mehr Rückschnitt, empfindlichere weniger. Mit etwas Übung wird Lollipopping zu einem schnellen, wirksamen Werkzeug in deiner Gartenarbeit.

Nährstoffe nach Lollipopping leicht anpassen: Kurz nach dem Schnitt braucht die Pflanze Energie zum Heilen, also keine Überdüngung. Reduziere kurzzeitig Stickstoff und halte Kalium und Phosphor stabil, denn sie fördern Blütenaufbau. Gieße moderat und vermeide Staunässe. Beobachte Blätter: Gelbe Ränder sind Warnsignal. Wenn du organisch anbaust, reicht oft Komposttee zur Unterstützung.

Kurze Checkliste: 1) Wann: ab 2-4 Wochen Blüte. 2) Werkzeuge: desinfiziert. 3) Umfang: maximal ein Drittel Blattmasse pro Sitzung. 4) Verhalten: kontrolliere Luftfeuchte 40–50% und Temperatur 20–26°C. 5) Beobachtung: neue Triebe und keine Verfärbung. Teste an einer Pflanze und passe an Sorte und Wachstumssituation an.

Erwarte erste sichtbare Unterschiede nach zwei bis vier Wochen: dickere Kolas und bessere Harzbildung in den oberen Buds. Dokumentiere mit Fotos, dann siehst du den Einfluss klar. Geduld hilft — weniger Blätter lohnt sich langfristig.

Lollipopping für größere Buds: Eine umfassende Anleitung

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Technik des Lollipoppings im Cannabis-Anbau und wie sie dazu beitragen kann, größere und kräftigere Buds zu entwickeln. Es wird erklärt, was Lollipopping genau bedeutet, welche Vorteile es bietet und wie es korrekt angewendet wird. Zudem geben wir hilfreiche Tipps, wann der beste Zeitpunkt für diese Methode ist und welche Fehler vermieden werden sollten.
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